Taste F11 = Aktivieren und Verlassen
Doppelhaushälfte in Geisenbrunn
"verkohlte Oberflächen - Elementarküche"
Dieses Gebäude ist lediglich die erste Hälfte eines Doppelhauses. Das Gebäude als Holzrahmenbau besteht aus zwei bewusst gegengesetztlich gestalteten Baukörpern: ein weiß verputzter Hauptbaukörper, und ein eingeschossiges schwarzes Nebengebäude, dessen Fassade verkleidet ist mit vorverkohlten, schwarzen Holzlatten (Shou-Sugi-Ban-Verfahren). Das Satteldach flächenbündig belegt mit schwarzen PV-Elementen.
Das ungewöhnlichste Merkmal dieses Entwurfes ist sicher, dass sich im Inneren des schwarzen Nebengebäudes dank einer sehr „kreativen“ Auslegung des vorhandenen B-Planes nicht nur die Garage, sondern auch die Küche befindet. Durch diesen Kunstgriff erfährt, von außen nahezu unsichtbar, das Thema „Doppelhaus“ eine sehr unerwartete Neuinterpretation im Inneren.
Wenn man sich durch das Erdgeschoss bewegt gelangt man neben dem Wohnzimmer plötzlich in einen sehr unerwarteten Raum: die Küche – auch thematisch der zentrale Raum des Entwurfes. Durch ein raumhaltiges Satteldach mit einer lichten Höhe im First von fast 4 Metern wird man hier von einer völlig unerwarteten Großzügigkeit und einem Raumvolumen überrascht, welches man kaum in einem Doppelhaus erwartet.
Dieser Raum spiegelt in mehrfacher Hinsicht einen für die Bauherren sehr zentralen Lebensbereich wider: elementares Kochen. Ausgehend von dieser Leidenschaft wurde die Küche in diesen schönsten und ungewöhnlichsten Raum des Gebäudes gelegt. Die schwarze, verkohlte Holzfassade trägt diesen Punkt des „Garens, Reduzierens, Extrahierens“ auch nach außen, wenngleich verschlüsselt.
© Fotos Jonathan Sage
Mehrfamilienhaus in München Sendling
"Ein historisches Haus erstrahlt neu durch aufwendige Sanierung der Fassade"
Ein schönes historisches Eckhaus, Baujahr ca. 1900. Leider war durch unsachgemäße Malerarbeiten in den Nachkriegsjahren der Putz komplett zerstört. Nachdem der gesamte Putz bis auf die Ziegel entfernt worden war, wurde alles wieder Schicht für Schicht neu erstellt.
Die Farbgebung in drei unterschiedlichen Schattierungen, mit hell abgesetzten Putzornamenten, geschah in enger Abstimmung mit dem Amt für Denkmalschutz.

Mehrfamilienhaus in München Clemensstraße
"Ein denkmalgeschütztes Jugendstil-Haus erstrahlt wieder im alten, eleganten Glanz"
In bester Wohnlage in München lag dieses Wohnhaus mit einer wunderschönen, denkmalgeschützten Jugendstil-Putzfassade.
Da seit 1945 keine größeren Instandhaltungsarbeiten mehr vorgenommen worden waren, musste sowohl das Dach als auch die komplette Fassade auf Rohbaustand zurückgebaut und dann komplett erneuert werden. In enger Absprache mit dem Denkmalschutzamt wurden alle Putzornamente in mühsamer Handarbeit originalgetreu wieder hergestellt und die ursprüngliche Farbgebung anhand Farbbefunde alter Farbschichten an der Fassade rekonstruiert.
Eine neue, nachentworfene Eichenhaustüre, ein neues, filigranes Stahl-Hoftor sowie der Austausch nicht passend erneuerter Fenster durch original nachgebaute Kastenfenster lassen die Straßenseite nun wieder im alten, eleganten
Glanz erstrahlen.
Im Hinterhof gelang das Kunststück, trotz Denkmalschutz durch einen sorgfältigst detaillierten Entwurf den kompletten Neubau von fünf neuen Balkonen durchzusetzen. Eine filigrane Stahl-Fachwerkkonstruktion nimmt gestalterische Anleihen bei berühmten Bauten des 19. Jahrhunderts – und schenkt somit fünf Wohnungen mitten in München einen nahezu unbezahlbaren, begrünten „Austritt“.
© Fotos Andreas Huhn
















