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"Staffelung am Hang"
Aufgrund der starken Hanglage wollten wir die Baumasse des Einfamilienhauses gliedern und mittels verschobenen weißen Kuben den Hang hinauf staffeln. Das Untergeschoss schiebt sich fast komplett in das abfallende Gelände hinein und bietet auf seinem Dach die Terrassenflächen der eigentlichen Wohnräume.
Somit sind diese Flächen mit samt dem Pool von unten her uneinsehbar und werden von den großen Bäumen im Süden und Westen eingerahmt. Nach Osten hin ergibt sich ein sensationeller Blick in die Weite und auf Teile des Starnberger Sees.
Die Materialität war zunächst komplett in weiß geplant mit einem starken Kontrast der Fensterrahmen und Blenden in anthrazitschwarz. Die oberen Geschosse mit EG und OG in weißem Kratzputz - lediglich das im Hang steckende Untergeschoss in weißem Klinker.
Im Laufe der Bauzeit entschied sich der Bauherr jedoch für einen lebendigeren Klinker in Erdtönen, auf den eine Farbe für das verputzte Erdgeschoss abgestimmt wurde.
"Gerahmte Ausblicke"
Das Thema der gerahmten Ausblicke wurde als besonderes Gestaltungsmittel bei diesem Bauvorhaben eingesetzt. Das Grundstück mit Ortsrandlage, nach Westen und Norden unverbaubar und mit wunderschönen weiten Ausblicken über freie Wiesen und Felder. Somit rahmten wir diese Blicke mittels "Faschen" bzw. "Passepartouts" in vier verscheidenen Tiefen.
Die Fenster der "Nebenräume" wurden mit klassischen Faschen bzw. Lisenen versehen. Die Sitzfenster im Bereich der Kinder im Obergeschoss bekamen eine Einrahmung mit einer Tiefe von 40 cm. Der überdachte Eingangsbereich eine Tiefe von 90 cm und die beiden Loggien auf der Westseite zu guter Letzt eine Tiefe von 135 cm.
Wie ein Fernglas blickt das Gebäude mit diesen Loggien auf die grüne Weite der Natur. Entsprechend groß öffnet sich der Bau auch im Erdgeschoss in den nach Westen angelegten Garten - von der Straße abgewandt - mit seinen Hauptaufenthaltsräumen Küche, Essen und Wohnen des sehr offenen Grundrisses, der lediglich durch eine Über-Eck-Anordnung und durch Einbauten bzw. einen Kaminblock zoniert wird.
Fast alle Materialien des Holzbaus sind in edlem weiß gehalten und unterscheiden sich elegant nur durch verschiedene Texturen der Oberflächen. Die Rahmungen und Lisenen heben sich durch eine glatte Spachtelung aus der Kratzputzfassade hervor. Sogar das Aluminium des Zeltdaches, der Dachrinnen und der Fallrohre wurde in weiß gewählt. Lediglich die schwarzen Fensterrahmen bilden einen Kontrast zum Weiß, um dem Haus einen entsprechenden Gegenpol zu geben.
© Fotos außen Jonathan Sage
© Fotos innen Sascha Kletzsch
"das Runde muss ans Eckige"
Das Ensemble aus drei Einfamilienhäusern befindet sich in einem Wohngebiet am Starnberger See und wurde mittels verschieden angeordneten Rundungselementen bewusst als Ensemble-Einheit konzipiert.
Final wurde leider nur das mittlere Gebäude mit diesem Gestaltungselement umgesetzt. Gerundete Elemente an Balkonen, Garagenvordächern, Unterständen, etc. sollten dem klassischen Look eines Einfamilienhauses entgegengesetzt werden.
Umgesetzt wurde dies mittels einer vorvergrauten Holzverschalung, die dem Ganzen einen einheitlichen Charakter verleiht. Die vorgelagerten Rundelemente dienen zudem als passiver Sonnenschutz und ermöglichen eine gewissen Grad an Intimität durch die entstehenden Rücksprünge und Raumnischen.
Auch hier wird ein kfW-Standard über eine optimal gedämmte Gebäudehülle, Wärmepumpe und PV-Anlage erreicht.
© Fotos Jonathan Sage
© Außenanlagen Soulgarden
"Ein kubisches Ensemble"
Kernstück des Ensembles ist das Einfamilienhaus, bestehend aus zwei versetzt bzw. gedreht gestapelten Kuben. Durch diese Anordnung entstehen spannende Raumzuschnitte im Inneren.
Nördlich des Einfamilienhauses in erster Reihe an der Straße befindet sich das Doppelhaus, welches gestalterisch stark vom Einfamilienhaus inspiriert wurde. Durch die sehr expressive Gebäudeausformung und die Wirkung als Gesamtensemble erhält man für die beiden Doppelhaushälften einen extrem hochwertigen Gesamteindruck.
Nach Süden öffnen sich die beiden Geschosse des Einfamilienhauses großzügig – zu den anderen Richtungen hält sich das Gebäude eher geschlossen als klassische Lochfassade, wodurch es sich auch zum Doppelhaus abschirmt. Trotz der großen Glasfronten im Erdgeschoss ermöglichen die Rücksprünge ein Gefühl von geschützten Rückzugsbereichen.
Dadurch, dass der Eigentümer als Investor neben dem Einfamilienhaus auch das Doppelhaus ausführen ließ, konnte dieses kubische Ensemble als einheitliches Gesamtkonzept realisiert werden.
Hier erfahren Sie mehr zum Ensemble "Doppelhaus S in Feldafing"
© Fotos Jonathan Sage
"Fassadengestaltung im Fokus"
Der Bebauungsplan schränkte die Gestaltung bzgl. der Form extrem ein. Der Bauherr wünschte sich dennoch ein modernes extravagantes Haus – am liebsten mit Flachdach. Daher wählten wir hierfür ein zurückgesetztes, ganz flach geneigtes Zeltdach, um zumindest von der Nähe die Erscheinung eines Flachdaches zu erhalten.
Zudem verliehen wir dem Gebäude über die Fassadengestaltung das gewisse „Etwas“. So entstanden ein paar völlig unterschiedliche Varianten, u.a. eine gebrochen weiße Fassade mit Holzkastenfenster, in denen man sitzen kann sowie eine taupefarbene Fassade mit weißen Passepartouts und dunkelbraunen Holzfenstern als Kontrast.
Hier erfahren Sie mehr zum Kauf der Immobilie!















